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Im Jahr 769 und 774 n. Chr. wird bereits in den Urkundenbüchern der Klöster Lorsch und Weißenburg Weinbau in der Gemeinde Laumersheim erwähnt. Damals hieß der Ort noch Luitmaresheim ( Heim des Luitmar, eines fränkischen Siedlers, auf den die Gründung des Ortes zurückgeht ). Im Jahr 1190 hatte der Pfalzgraf Konrad von Staufen hier Besitz. 1387 sind in den Urkunden zur pfälzischen Kirchengeschichte Weingärten auf dem Kirchgarten erwähnt.
Die Katholische Kirche, St. Bartholomäus geweiht, 1258 schon als Kapelle belegt, wird 1316 erneut erwähnt. Sie stand unter dem Patronat von Kloster Kirschgarten.

Laumersheim gehörte später zum Hochstift Worms, und erhielt mit kaiserlicher Erlaubnis im Jahre 1364 Stadtrechte, verbunden mit der Genehmigung zur Befestigung und Abhaltung eines Wochenmarktes. Die Stadtrechte gingen anfangs des 15. Jahrhunderts wieder verloren. 1419 wurde Laumersheim durch Vergleich zwischen Hochstift Worms und Kurpfalz Gemeinschaftsbesitz beider. Hochstift und Kurpfalz unterhielten hier eine gemeinschaftliche Zollstätte. 1689 wurde Laumersheim von den Franzosen zerstört. Seit 1705 gehörte der Ort wieder allein dem Hochstift Worms.

Ortsadel ist vom 12. bis 16. Jahrhundert belegt. Laumersheim war seit dem 14. Jahrhundert Sitz der Herren von Flörsheim die hier eine ehemals wormsische Wasserburg besaßen. Die Burg wurde später von Kurpfalz an die ansässigen Adelsgeschlechter vergeben. Die Grafen von Oberndorf bauten sie 1783 zum Schloß um. Besitzungen in Laumersheim hatten neben den Bischöfen von Worms auch die Klöster Weißenburg, Lorsch, Kleinfrankenthal, Limburg, Höningen und das St. Andreasstift in Worms. Nonnenmünster hatte einen Klosterhof. Siegel wird seit 1538 geführt.

Eine reformierte Pfarrei bestand von der Mitte des 16. Jahrhunderts bis zum 30 jährigen Krieg, und dann wieder seit 1708. Eine kath. Pfarrei besteht seit der Verlegung aus Berghaselbach. Auf dem Palmberg, innerhalb der Laumersheimer Gemarkung, lag das Dorf Berghaselbach, es kam 1565 in kurpfälzischen Besitz und war schon 1733 wüst. An Stelle des verschwundenen Ortes steht die katholische Kapelle zum heiligen Kreuz, auch Palmenkapelle genannt, ein alter Wallfahrtsort.

Laumersheim ist Geburtsort von Dr. Joh. Christian Eberle, dem Erneuerer des Deutschen Sparkassenwesens und Begründer des bargeldlosen Zahlungsverkehrs. Er ist am 3. Mai 1869 hier geboren und am 7. Dezember 1937 in Dresden gestorben.

Das Gemeindewappen

Das der Gemeinde am 4. Dezember 1924 vom Bayerischen Ministerium verliehene Ortswappen zeigt im oberen schwarzen, mit goldenen Kreuzchen versehenen Feld einen schrägen silbernen Schlüssel, der das Symbol des Hochstiftes Worms war ( es handelt sich dabei um den Himmelsschlüssel als Attribut des Petrus ). Das Bistum Worms war bekanntlich Territorialherr über Laumersheim. Im unteren blauen Feld stehen ein sechsstrahliger Stern und der Halbmond in Gold als Kennzeichen speziell  des Ortes. Es sind dies sehr beliebte Wappensymbole, die vermutlich ohne besondere Bedeutung gewählt wurden, wenngleich oft gesagt wird, dass der Stern ein Symbol im Rechtsleben, der Halbmond ein Symbol der Fruchtbarkeit    ( auch auf dem Acker ) sei. Ob dies aber den ländlichen Vorfahren bewusst war, muss bezweifelt werden. Das Wappen hat eine sehr alte Tradition. Erstmalig von 1537 findet sich ein Laumersheimer Gerichtssiegel im Staatsarchiv, das im oberen Feld neben dem Schlüssel noch den Pfalzlöwen zeigt, weil seit 1422 das Amt Dirmstein mit Laumersheim gemeinschaftlich Kurpfalz und Hochstift Worms gehörte. 1633 wird dasselbe Wappen in Renaissance-Form im Gerichtssiegel erneuert. Seit 1753 kennen wir ein 3. Siegel, in dem der Heilige Bartholomäus als Kirchenpatron steht und den Laumersheimer Schild vor sich hält. Der Pfalzlöwe ist darauf verschwunden, weil der Ort seit 1708 nur noch dem Hochstift Worms gehörte.